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Nach Erdogans Boykott-Aufruf: Supermärkte im Jemen und Kuwait verbannen französische Produkte

Nachdem der türkische Präsident Erdogan dazu aufgerufen hat, französische Waren zu boykottieren, kommt es in vielen islamischen Ländern zu Boykotten. Erdogan hatte der französischen Regierung vorgeworfen, “islamfeindlich und faschistisch” zu sein.

So haben Einzelhandelsgenossenschaften in Kuwait den Boykott französischer Produkte bekannt gegeben. Die nicht staatliche Union der Verbrauchergenossenschaften hat in Kuwait eine Boykott-Richtlinie erlassen. In der Union sind mehr als 70 Unternehmen zusammengeschlossen. In Ländern wie Pakistan, Algerien, dem Irak, Palästina sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten werden die Rufe nach einem Boykott lauter. In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind französische Produkte bereits aus den Regalen verschwunden.

Die Forderungen nach einem Boykott entstanden, nachdem Frankreichs Präsident Macron die Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed durch die satirische Zeitung Charlie Hebdo unterstützt hatte. Macron äußerte außerdem, dass der Islam “eine Religion sei, die heute überall auf der Welt in der Krise steckt”. Die Debatte um Darstellungen des Propheten Mohammed wurden zuletzt Mitte Oktober durch die Enthauptung des Lehrers Samuel Paty, welcher seinen Schülern Karikaturen im Unterricht zeigte, neu entfacht.

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