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München: Lawrow hält hochrangige Treffen am Rande der Sicherheitskonferenz ab

Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz am Samstag bilaterale Gespräche mit seinen chinesischen, japanischen und türkischen Amtskollegen sowie mit hochrangigen Vertretern der NATO geführt.

Die Chefs der russischen und japanischen Außenpolitik diskutierten die Möglichkeit der Unterzeichnung eines Friedensvertrags. Laut dem japanischen Außenminister Toshimitsu Motegi würde die Beschäftigung mit diesem Thema das Jahr 2020 “zu einem sinnvollen Jahr” machen.

Seit fast 75 Jahren gibt es keinen Friedensvertrag zwischen Russland und Japan. Gespräche blieben vorerst ohne Ergebnis. Grund ist der Streit um die Kurilen-Inseln. Der Kurilen-Konflikt ist ein Gebietsstreit zwischen Japan und Russland. Gegenstand des Konflikts sind die südlichsten Inseln des Kurilen-Archipels. Die Inseln gehören seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges zur Sowjetunion bzw. seit deren Zerfall im Jahr 1991 zu Russland, werden jedoch von Japan beansprucht.

Beim Treffen mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi äußerte Lawrow seine Dankbarkeit und Zufriedenheit bezüglich der “Bemühungen der chinesischen Führung, dem Ausbruch des Corona-Virus zu begegnen”. Russland werde in diesem Fall weiterhin humanitäre Hilfe nach China schicken, bestätigte Lawrow.

Der russische Außenminister traf am Samstag zudem mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Çavuşoğlu zusammen. Das Treffen fand hinter verschlossenen Türen statt.

Auch ein Treffen mit dem Generalsekretär der NATO, Jens Stoltenberg, stand am Samstag auf der Agenda, um militärische Fragen zu erörtern.

Lawrow und Stoltenberg sollen über die Beziehungen zwischen Russland und der NATO und die Lage in Afghanistan gesprochen haben. Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti standen auch Themen wie beispielsweise die europäische Sicherheit auf der internationalen Agenda.

Die Münchner Sicherheitskonferenz findet vom 14. bis zum 16. Februar statt. Wichtige Themen sind die Sicherheitsfragen im Nahen Osten, Nordafrika, der Arktis und der Balkanregion sowie Energiesicherheit, Cybersicherheit, Rüstungskontrolle, Gesundheit und Handel. An der Konferenz nehmen Vertreter des russischen Außenministeriums, Beamte des russischen Verteidigungsministeriums und Geschäftsleute teil.

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